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Das Internet ist ein Liebesnetz mit
ungeahnten Möglichkeiten.
Warum nicht über die virtuellen Wege der modernen Elektronik?
Die kreative menschliche Phantasie entfacht Liebesgefühle
per Computer.
Die Liebe zwischen Partnern kann sich auch über den
Computer entwickeln.
Die
große Schwelle, die Bewährungsprobe der im Internet erwachten
Liebesgefühle ist der physische Kontakt, das persönliche
Kennenlernen im Raum-Zeit-Gefüge. Psychologisch wurde durch das
Chaten (Unterhaltung im Internet) bereits eine von
konservativen Regeln des guten Tons und des Anstands befreiten
seelisch-geistige Berührung erfahren.
Das
Internet ist frei von den sozialen Kontrollen der verachtenden
Blicke, der spöttischen Mundwinkel. Das macht gerade den Reiz
aus, dass über die räumlichen Grenzen hinweg auch die
konservativen sozialen Grenzen unwirksam erscheinen. Einzig das
geschriebene und gelesene Wort als
Liebesbote trägt die chattenden Sehnsüchte in das
Internet. Das Neue
hierbei ist prickelnd und aufregend; die physischen Hemmnisse
der Scham, das Erröten, der peinliche berührte Blick nach
unten, alles fehlt, selbst der Geruch, der manchmal störend als
Mundgeruch oder Achselgeruch die Kommunikation stört, fehlt.
Es fehlt jede modische, äußere Merkmalslandschaft und
damit jede Bewertung
und
Bloßstellung;
selbst
der Klang der Stimme wird nicht zum Stolperstein und die
mundartliche Originalität, das Internet ist auf eine
berauschende Art
frei von allen diesbezüglichen sonstigen
Einschränkungen.
Eine
saubere Kontaktaufnahme allein durch das Wort, ohne
Nebenwirkungen
oder Ansteckungsgefahren, chatten als fliegender
Teppich der
Liebe ins kreative Phantasiereich der Suchenden.
(Autorin: Dipl.-Psych. Konstanze Fakihlisch-geistige Berührung
erfahren.)
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